Eile vorbei, oh Welt, oh Zeit,
Liegt doch im Leben der Tod schon bereit.
Liegt doch im Tod stets die Saat des Lebens.
Wär– all unser Mühen nicht sonst vergebens?
Wär– all unser Streben nicht sinnlos und leer,
Weiterzuleben das einzig– Begehr?
Ohne Sinn und ohne Grund,
Wäre die Seele nicht müde und wund?
So sitze ich hier, die Welt fliegt vorbei,
Und denke, nun ist deine Seele frei.
Frei, durch Raum und Zeit zu eilen
Und ewig im Saatkorn des Lebens zu weilen.
Dieser Text entstand auf der Zugfahrt zu einer Beerdigung – so erstaunlich das klingen macht, die erste Beerdigung, auf der ich war. Eine Verwandte meiner Mutter war gestorben, sie war lange krank gewesen, und ich hatte letztenendes nicht wirklih so viel mit ihr zu tun, mochte sie aber sehr gerne. Und natürlich ist mir ihr Tod nahegegangen. Und so saß ich im Zug, eh schon in einer deprimierten Stimmung, und das Wetter war trüb, und die Landschaft schoss vorbei...